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Die Pornografisierung der Gesellschaft
   

Autor: Mirosław Rucki,
Liebt einander! 1/2012 → Kämpfen wir um unsere Familien!



Es besteht kein Zweifel daran, dass die Pornoindustrie bankrott wäre, wenn es keine Nachfrage gäbe. Und die Nachfrage würde nicht existieren, wenn die Menschen nicht süchtig nach Pornografie wären. Kein Wunder also, dass pornografische Inhalte sich uns überall aufdrängen und dabei unsere Gesellschaft moralisch und psychisch verwüsten.

Die hinterhältige Attacke auf unsere Kinder

Oft höre ich, wie Eltern stolz darüber berichten, wie gut ihr Kind im Internet zurechtkommt. Man sieht es als ein Zeichen des Fortschritts an, dass es in jeder Schule einen Computerraum mit Internetzugang gibt. Immense Mittel gibt die EU für die „Informatisierung“ der Gesellschaft aus. Die Vernunft zwingt uns jedoch, über die Konsequenzen nachzudenken. Gott sei Dank gibt es schon viele Länder, die darin sehr weit „fortgeschritten“ sind, sodass man nicht zu spekulieren braucht: Es reicht, wenn man sich beispielsweise die amerikanischen Statistiken anschaut. Was sagen die Zahlen über das Internet in den USA aus? Sie sagen Folgendes:

• 12 % aller Internetseiten beinhalten Pornografie

• In jeder Sekunde werden 3075,64 Dollar für Pornografie ausgegeben

• 28 258 Menschen pro Sekunde schauen sich pornografische Inhalte im Internet an

• 40 Millionen Amerikaner sind Stammkunden auf pornografischen Seiten

• Jede dritte Person, die sich Pornografie anschaut, ist weiblich

• 70% der Männer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren besuchen jeden Monat pornografische Seiten

• Pornografie im Internet macht in den USA einen Jahresumsatz von 2,84 Milliarden Dollar

• Die Pornoindustrie weltweit hat einen Jahresumsatz von 4,9 Milliarden Dollar

• 25% der Anfragen in den Suchmaschinen des Internets betreffen Pornografie (68 Millionen täglich)

• 116 000 Anfragen täglich betreffen Kinderpornografie

• 35% der heruntergeladenen Dateien sind pornografischen Inhalts

• 34% der Internetuser haben unbeabsichtigten Kontakt mit Pornografie (falsche Links, sich plötzlich öffnende Fenster, Spam)

• 20% der Männer bekennen, dass sie sich während der Arbeitszeit Pornografie anschauen

Es lässt sich leicht feststellen, dass die „Informatisierung der Gesellschaft“ in den USA den Zugang zu Pornografie sehr erleichtert hat. Jeder hat freien Zutritt. Es lehnen nur diejenigen ab, die wirklich feste Grundsätze haben, aber auch sie sind, wie man sehen kann, in Gefahr, unbeabsichtigt damit konfrontiert zu werden.

Wir können natürlich so tun, als ob uns das alles gar nicht betreffen würde. In Europa loggt sich ein Kind im Alter von durchschnittlich neun Jahren erstmals ins Internet ein. 72% der Teenager ist täglich im Netz. Machen wir uns nichts vor, genau diese Altersgruppe ist auch die Zielgruppe der Pornoindustrie, denn sie sind jung und attraktiv, man kann sie leichter betrügen, schneller abhängig machen und so länger als Kunden haben.

Man kann Kinder nicht sich selber überlassen. Es ist wichtig, dass die Eltern die Internetnutzung ihrer Kinder im Auge behalten. Sie müssen auch bedenken, dass das Anbringen von „Familienfiltern“ das Problem nicht löst. Mehr als 30% der Teenager wissen besser als ihre Eltern, wie man diese Filter ein- und ausschalten kann.

Pornografieabhängigkeit

Wie jeder Reiz, der eine starke Erregung hervorruft, führt auch die Pornografie sehr schnell zur Abhängigkeit. Ein von der Pornografie abhängiger Mann gesteht: „Wenn ich den Fernseher einschalte, dann weiß ich sehr wohl, wonach ich suche. Ich hoffe, irgendeine erotische Szene zu sehen. Ich sage mir, dass ich nur einen Augenblick lang zuschaue oder dass ich gleich ausschalte, sobald ich Erregung verspüre. Aber ich lasse mich hineinziehen und alles endet in der Selbstbefriedigung. Wenn ich versuche, mit der Sucht zu kämpfen, und mich schlafen lege, lassen mich die erotischen Szenen, die ich im Kopf habe, nicht in Ruhe. Ich erkläre mir selbst, dass ich es tun muss, damit ich überhaupt einschlafen kann: Ich schaue also Pornos an, masturbiere – aber mein innerer Zustand wird immer schlimmer. Ich kann weiterhin nicht schlafen und stehe morgens psychisch total ausgelaugt auf.“

Beth erzählt über die Sucht ihres Mannes Folgendes: „Es war ein Teufelskreis. Mein Mann beschuldigte mich, seine »sexuellen Bedürfnisse« nicht zu erfüllen. Danach schaute er sich im Internet Pornografie an, masturbierte und fühlte sich sehr schlecht. Ich war genervt, stritt mit ihm, wodurch es ihm noch dreckiger ging. Um sich besser zu fühlen, schaute er sich wieder Pornografie an, masturbierte wieder und wurde schließlich depressiv … Er konnte nicht aufhören, denn er hatte, wie es sich später herausstellte, seine Fantasie bereits mit 12 Jahren an Pornografie gewöhnt. Er hatte sich schon über tausendmal pornografische Seiten angeschaut, bevor er mich traf. Ich fühlte mich ratlos und hilflos, ich wusste nicht, wie ich ihm helfen sollte. Ich wurde immer verschlossener und verbitterter.

Nach längerer Zeit wandte ich mich an eine Gruppe von Frauen, deren Männer pornografiesüchtig waren, und sie halfen mir. Gemeinsam mit meinem Mann mussten wir uns wieder Gott und unserem katholischen Glauben zuwenden, um unsere Ehe und unser gegenseitiges Vertrauen wieder aufzubauen. Nun bin ich der festen Überzeugung, dass Gott will, dass ich unsere Erfahrung der Erlösung, der Vergebung, der Hoffnung und Wandlung anderen Menschen mitteile. Ich weiß, dass nicht jede Frau, die einen pornografiesüchtigen Ehemann hat, dieselben Erfahrungen wie ich gemacht hat, dennoch meine ich, dass die Ähnlichkeiten groß genug sind, um durch das Zeugnis anderer wieder hoffen zu können. Es gibt eine Hoffnung, ihr seid nicht alleine, und sicherlich ist Euer Wunsch, Eure Männer von der Pornografiesucht zu befreien, nicht unsinnig.“

Es gibt viel, worüber es sich nachzudenken lohnt. In den USA bekennen sich über 50% der christlichen Männer und 20% der christlichen Frauen dazu, pornografiesüchtig zu sein.

Pornografie zerstört die Ehe

Leider trifft diese Feststellung auf alle Ehepaare zu, sowohl auf die gläubigen als auch auf die nicht gläubigen. Selbst diejenigen, die Pornografie als etwas ganz Natürliches betrachten, fallen ihr zum Opfer. Pornografie ist die Ursache für mehr als die Hälfte der Scheidungen in den Vereinigten Staaten. Jeder Mensch, ganz unabhängig von seinem Glauben, kann feststellen, dass der Geschlechtsverkehr ein heiliger Bereich ist, und dass Pornografie alles, was in den ehelichen Beziehungen gut und rein ist, zerstört. Eine Ehefrau, die durch Pornografie zu leiden hatte, drückte es folgendermaßen aus: „Wenn ich meinem Mann keinen Sex geben kann oder nicht bereit bin, all dies zu tun, was die Frauen in seinen sexuellen Fantasien tun, bezichtigt er mich, scheinheilig zu sein. Wenn ich normal aussehe und nicht wie die Models, die mein Mann so anbetet, dann stellt er fest, dass ich zu dick bin. Wenn ich andere Bedürfnisse habe, als nur passiv Bilder in Zeitschriften anzuschauen, dann denkt mein Mann, ich sei zu anspruchsvoll.“

Die Ansicht, Pornografie würde helfen, eheliche Bindungen aufzubauen, entbehrt jeglicher Grundlage. Sie zerstört vielmehr diese Bindungen und hinterlässt tiefe Verletzungen sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Pornografie zerstört den Mann

Auf welche Weise? Sie macht ihn einfach unfähig, ein Mann zu sein. Männlichkeit beruht nämlich auf der Fähigkeit, sich selbst für einen geliebten Menschen zurückzustellen. Genau aus diesem Grunde erinnert der heilige Paulus die Ehemänner daran, wie ihre Liebe aussehen sollte: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (Brief an die Epheser 5, 25). So sieht wahre Männlichkeit aus, denn nur ein echter, reifer Mann ist zu solch einer Liebe fähig.

Die Pornografie baut im Mann ein falsches Bild der Männlichkeit und Weiblichkeit auf, welches sich auf sexuelle Verhaltensweisen, oft Perversionen, stützt. Anstatt etwas Gutes für die Frau zu wollen und sich selbst dafür hintanzustellen, beraubt der Mann die Frau ihrer Würde, um die eigenen Bedürfnisse zu stillen. Machen wir uns nichts vor: Keiner verspürt Achtung für Frauen, die in der Pornobranche arbeiten. Wenn ein pornografisches Bild keine Erregung hervorruft, nimmt niemand davon Notiz. Der Wert einer Frau in der Pornoindustrie wird durch ihre Fähigkeit bestimmt, Erregung hervorzurufen, ganz unabhängig davon, was für ein Mensch sie ist. Im Endeffekt verwirft der Mann die Liebe Gottes, die er in seinem Leben nachahmen sollte, und dies führt zu Frustrationen und Unzufriedenheit. Weil er in der Pornografie nach Anreizen sucht, sieht der Mann in der Frau lediglich eine Quelle für Vergnügungen, etwas, was seine erotischen „Bedürfnisse“ erfüllen sollte. Und weil diese „Bedürfnisse“ keinerlei zwischenmenschliche Beziehungen berücksichtigen, können sie sogar ohne eine Frau erfüllt werden – durch demütigende und frustrierende Masturbation.

Pornografie macht süchtig, aber nicht zufrieden. Nur wahre Liebe kann wahre Zufriedenheit geben, die sich in der Erfahrung gegenseitiger Liebe und der Anwesenheit Jesu in der ehelichen Einheit ausdrückt.

Pornografie zerstört die Frau

Das Herz einer jeden Frau sehnt sich nach wahrer Liebe und nach Schönheit, die mit dieser Liebe verbunden ist. Die Pornografie zerstört all das, wonach die Frau von Natur aus strebt, und verwandelt ihre Hoffnungen und Wünsche in leere Fantasien. Jede Frau erlebt Pornografie anders, aber unabhängig davon ist sie nach diesem Kontakt verletzt und leer. In den meisten Fällen fühlt sich die Frau zurückgewiesen, verlassen, beschämt, wertlos, unfähig zu vertrauen und zu lieben.

Lassen wir Lauren sprechen: „Ich erinnere mich, wie wir zusammen mit Freunden im Zimmer oben saßen und einer von ihnen vorschlug, sich seine Sammlung von Pornofilmen anzuschauen. Ich sag es ehrlich: Ich hatte ein schreckliches Gefühl dabei. Wir waren erst in der 7. Klasse, und nicht nur ich alleine aus unserem Kreis sah Pornografie mit einem noch »jungfräulichen Blick«. Es schmerzt, wenn ich an die massiven Veränderungen zurückdenke, die in manchen dieser Jungs vor sich gingen, nachdem sie sich diese Bilder angeschaut hatten.“

Pornografie berührt die Weiblichkeit ganz stark. Sie dringt in das weibliche Herz ein, in die Ehe der Frau, zerstört ihr Selbstbewusstsein und zwingt sie, an die Lüge zu glauben, dass sie nichts wert ist, wenn sie nicht begehrt wird. Die Frau soll daran glauben, dass sie nichts anderes als ein Spielzeug im „Sandkasten“ des Mannes ist. Aus der Sicht der Pornografie ist die Frau immer unzureichend: zu wenig schön, zu wenig sexy, zu wenig aggressiv. Sie ist einfach immer unzulänglich.

Das Zeugnis eines Pornostars

Man kann leicht die Ursachen für all die schlechten Begleiterscheinungen der Pornografie verstehen, wenn man sich dessen bewusst wird, wie lügnerisch diese ist. June, ein ehemaliger Pornostar, sagt: „Diese Arbeit bewirkte, dass ich vollkommen den Glauben an die Liebe, die Ehe (fast alle Kunden sind verheiratet) und anständige Männer verloren habe. Ein Mann kommt, um sich Befriedigung zu verschaffen, denn er glaubt, dass diese Mädchen ihn wirklich wollen. Aber sie tun es gar nicht. Ich verstehe nicht, wie ein Mann sich erregen kann, obwohl er weiß, dass die Mädchen ihm nur etwas vormachen. Sie wollen dich gar nicht – sie wollen nur dein Geld. Die Mädchen benehmen sich zwar so, also ob es ihnen Spaß machen würde, aber das ist nicht die Wahrheit.“

Im Alter von 18 Jahren begann Jennifer Case, als Pornodarstellerin zu arbeiten. Mit 20 Jahren wurde sie Pornostar in Hollywood und arbeitete ca. 15 Jahre in dieser Branche. Die erste Lüge, mit der sie es zu tun bekam, war die Fälschung von ärztlichen Bescheinigungen. Sie bekam eine Bescheinigung über eine HIV-Untersuchung, obwohl sie diese niemals hatte vornehmen lassen.

Jennifer sagt: „In all diesen Jahren hatte ich eine Menge Geschlechtskrankheiten. Ich musste in Hollywood aufhören, weil ich eine ernste Chlamydien-Infektion bekam. Meine Organe waren so angegriffen, dass der Arzt, der mich untersuchte, eine Gruppe von Studenten zu sich rief, um ihnen meinen zerstörten Gebärmutterhals zu zeigen. Diese meine »Arbeit« war sehr verhängnisvoll für meinen Körper, der sehr schnell zu altern begann.“

Unter solchen Bedingungen kann man nur schwerlich über Glück reden. Deshalb sagt Jennifer, die vor der Kamera Freude und Vergnügen spielen musste: „Es ist nicht wahr, dass die Pornostars dies gerne machen und sich ihren Fantasien hingeben. Dies ist eine Lüge, die es einigen von ihnen erlaubt, sich für eine Weile etwas besser dabei zu fühlen. Wenn ich in einem Pornofilm spielte, träumte ich immer davon, dass es so schnell wie möglich zu Ende ist und ich das Geld bekomme, das ich brauchte. Ich dachte, ich musste es tun, um leben zu können. All meine Träume betrafen eigentlich ein ganz normales Leben; ich träumte davon, wie das Leben außerhalb dieses Albtraums aussah. Wenn du dir Pornografie anschaust, dann siehst du eine Lüge, die dich zerstört.“

Um mit dem psychischen Trauma zurechtzukommen, welches aus der Arbeit in der Pornobranche resultierte, trank Jennifer Alkohol, hatte Sex und nahm Drogen. „Bereits mit 21 Jahren trank ich sehr viel Wodka und bemerkte, dass Sex wie eine Droge wirkt. Ich schlief also mit vielen verschiedenen Männern, auch außerhalb der Arbeit. Es stellte sich aber heraus, dass die Mischung von Alkohol, Marihuana und Sex mich noch mehr verwüstete und zu Einsamkeit und Depression führte.“

In Jennifers Herz wuchs der Hass auf alle Männer, insbesondere auf diejenigen, die sich Pornos anschauten. Sie dachte, alle Männer wären Perverse, die von Frauen nichts anderes als Sex wollen. „Jetzt sehe ich, dass Männer ebenfalls Opfer der Pornobranche sind. Manche von ihnen haben einen hohen Preis für ihre Sucht bezahlt, indem sie ihre Familie und Arbeit verloren haben. Es ist tragisch und traurig, dass die Pornografie die Menschen zerstört, die sie erschaffen, und auch diejenigen, die sie anschauen. Jetzt ist mir dies klar“, stellt Jennifer fest.

Die jahrelange Arbeit im Pornobusiness hinterließ ein schweres Trauma. Jennifer ist der Meinung, dass die Rückkehr in ein normales Leben ohne Gottes Hilfe für sie nicht möglich gewesen wäre: „Ich fühle, dass die einzige Heilungsmöglichkeit für mich in einem Leben mit Gott besteht. Gott gibt mir eine Hoffnung, die ich früher nie hatte. Ich weiß, dass Jesus der einzige Weg ist, der mich für immer da raus führt! Jesus hat mein Leben gerettet. Seine Liebe ist erstaunlich, ich habe niemals zuvor solch eine Liebe erfahren. Tag für Tag erneuert Er meinen Verstand.“

Jennifer kann der Pornografie gegenüber nicht gleichgültig bleiben, denn diese hat ihr Leben zerstört. „Ich bin davon überzeugt, dass Gott möchte, dass ich in diesen Albtraum zurückkehre, um Ihm dabei behilflich zu sein, Menschen zu retten. Wenn ich all diese jungen Mädchen sehe, dann erinnere ich mich daran, wie ich im Alter von 18 Jahren war. Ich hatte keinen, an den ich mich wenden konnte, es gab keine solchen Organisationen wie Pink Cross. Ich liebe diese Stiftung und werde dort arbeiten“, sagt Jennifer.

Eine bittere Quelle und ihre bitteren Früchte

Jesus lehrt: „ Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen“ (Matthäus 7, 17-20). Brauchen wir noch mehr bittere Früchte, um uns davon zu überzeugen, dass Pornografie schlecht ist? Meiner Meinung nach ist die Sache klar: Pornografie ist eine Lüge, die Familien, Männer und Frauen zerstört und heimtückisch auch Kinder angreift.

Der heilige Jakob appelliert an unseren Verstand: „Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein. Lässt etwa eine Quelle aus derselben Öffnung süßes und bitteres Wasser hervorsprudeln? (…) So kann auch eine salzige Quelle kein Süßwasser hervorbringen. Wer von euch ist weise und verständig? Er soll in weiser Bescheidenheit die Taten eines rechtschaffenen Lebens vorweisen“(Jakobus 3, 10-13). Wenn Du einen Verstand hast, dann sollten Deine Taten tadellos sein. Du musst Dich und Dein Kind vor Pornografie schützen, damit Du nicht zu einem Baum wirst, der bittere Früchte trägt.

Überlege, ob es nicht wert wäre, das, was zum Bösen verführt, herauszureißen (vgl. Matthäus 5, 29-30) und auf Fernsehen und Internet zu verzichten. Denn es ist leichter, die Sucht zu vermeiden, als die durch Pornografie verursachten psychischen und sexuellen Schäden zu reparieren.

Es gibt nur einen Ausweg

Die zahlreichen Zeugnisse über Heilungen von sexuellen Abhängigkeiten (darunter auch von der Abhängigkeit von Internet-Pornografie) zeigen, dass es nur einen Ausweg gibt: das Vertrauen auf Jesus und die Abkehr von der Quelle der Sünde. Ähnlich wie bei anderen Süchten auch muss der Mensch sich dazu bekennen, dass er süchtig ist und dass er diese Sucht aus eigenen Kräften nicht überwinden kann. Erst dann hat er die Chance auf eine aufrichtige, reinigende Beichte. Im Beichtsakrament kann Jesus die Seelen von allem Schmutz reinigen, aber der Mensch muss konsequent nach seiner Erlösung streben und eine Abneigung gegen jedwede Sünde, vor allem gegen die Pornografie, aufbauen, denn diese ist ja die Ursache seiner Sucht. In vielen Fällen ist der Ausweg aus der Sucht ein langer und schmerzlicher Prozess, und man benötigt professionelle Hilfe und auch die Unterstützung anderer, genesender Abhängiger. Es gibt Gruppen Anonymer Sexsüchtiger, die mit dem Programm der 12 Schritte zur Heilung arbeiten.

Es lohnt sich nicht, so lange zu warten, bis die Sucht unsere Familie und unsere Kinder zerstört hat. Wenn man sich vollkommen von der Pornografie lossagt und sich Jesus in der Bewegung der Reinen Herzen oder in der Bewegung der Reinen Herzen für Eheleute anvertraut, kann man den wirksamsten Schutz erlangen: „Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren und euch untadelig und voll Freude vor seine Herrlichkeit treten zu lassen, ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen.“ (Judas 1, 24-25).

Du kannst nicht gleichgültig bleiben angesichts solch eines großen Übels, das Dich und Deine Umgebung attackiert. Du darfst nicht schweigen, wenn jemand Dich oder andere dazu animiert, sich Pornografie anzuschauen, oder wenn jemand sagt, da sei nichts Schlimmes dabei, wenn man die Pornobranche unterstützt. Angesichts des großen Unheils musst Du dich radikal auf die Seite Jesu stellen, der jede Verwundung heilt und jeden, der bei Ihm ausharrt, vor dem Fall beschützt.

M. Rucki

In diesem Artikel wurden Angaben und Zeugnisse verwendet, die von Porn Addiction Help (www.whodoesithurt.com) veröffentlich wurden.

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Veröffentlicht mit Zustimmung des "Liebt einander!" im März 2016.



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