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Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.                Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.                Du sollst den Feiertag heiligen.                Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.                Du sollst nicht töten.                Du sollst nicht ehebrechen.                Du sollst nicht stehlen.                Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.                Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.                Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.               
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Den Hass überwinden – die Bekehrung von Arafats Chauffeur
   

Autor: Sebastian Bednarowicz,
Liebt einander! 1/2014 → Bekehrungen



„O Gott, ich habe Menschen getötet, die Du erschaffen hast!“, schluchzte ich. „Ich sollte wohl keinen Augenblick länger leben! Öffne den Abgrund der Erde, damit er mich verschlingt! Für das, was ich getan habe, verdiene ich den Tod.“

„Die schreckliche Last meiner Sünde lastete auf meiner Brust. Und da vernahm ich in meinen Ohren eine Stimme: »Ich habe dir sogar dies verziehen« Der Frieden kehrte in mein Herz zurück. Gott hielt keine Waage in den Händen mit meinen Sünden auf der einen Schale und den guten Werken auf der anderen, um zu prüfen, ob die guten Werke überwiegen, wie es der Islam lehrt. Er hat mir vollständig vergeben. Der Gedanke an solch eine unermessliche Barmherzigkeit Gottes nahm mich völlig gefangen.“ Mit diesen Worten beschrieb Tajsir Saada den wunderbarsten Moment in seinem dramatischen Leben – die Begegnung mit dem lebendigen Gott, mit Christus, der als Einziger in der Lage war, seine Sünde zu tragen.

Zum Hass erzogen

Tajsir, auch Tass genannt, wurde in einer islamischen Palästinenserfamilie erzogen. Er kam 1951 in einem Flüchtlingslager im Gazastreifen zur Welt, wo seine Familie nach der Entstehung des Staates Israel vorübergehend wohnte. Vorher hatten sie Land in Jaffa besessen. Als Tass ein zwei Monate alter Säugling war, nahmen ihn seine Verwandten nach Saudi Arabien mit. Als palästinensische Flüchtlinge hatten sie vor, in diesem muslimischen Land Zuflucht zu finden. Der Vater des Jungen machte dort eine Autowerkstatt auf und erhielt sogar Aufträge vom König Saudi-Arabiens.

Die Saudis verhielten sich jedoch den Palästinensern gegenüber sehr arrogant. Oft gaben sie ihnen zu verstehen, dass sie keine gern gesehenen Gäste in Saudi-Arabien waren. Darüber hinaus versuchten sie, den Palästinensern ihre eigene Auffassung vom Islam, den radikalen Wahabismus, aufzudrängen. Polizeieinheiten, die sich speziell um religiöse Angelegenheiten kümmerten, sorgten dafür, dass alle ortsansässigen Muslime sich streng an die Vorschriften des Islam hielten. Nicht selten schreckte man dabei auch vor brutaler Gewaltanwendung nicht zurück. Tass erinnert sich daran, dass die Funktionäre seinen Vater nur deshalb verprügelten, weil er sich zur Gebetszeit nicht in die Moschee begeben hatte.

Für all die vielen Leiden, die ihm das Leben in der Fremde brachte, machte Tass die Juden verantwortlich. Die religiösen Führer des Islam bekräftigten ihn in dieser Ansicht, indem sie die Bekenner der Judaismus und die „Zionisten“ anklagten und offen zu ihrer Ermordung aufriefen. In dem jungen Palästinenser wuchs der Hass. Sein Wunsch war es, nach Palästina zurückzukehren und gegen die Israelis zu kämpfen.

In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts übersiedelte der Vater von Tass auf den Befehl des Königs von Saudi-Arabien nach Qatar, wo er Mechaniker des Prinzen Abdul Rahman wurde. Seit dieser Zeit wurde dieses kleine Land am persischen Golf zur zweiten Heimat von Tass‘ Familie. Er selbst begrub keineswegs seine Pläne, gegen Israel zu kämpfen. Nach dem 6-Tage Krieg im Jahre 1967 floh Tass mit einigen Freunden von Zuhause und schloss sich den palästinensischen Widerstandskämpfern an. Es begann ein neuer Abschnitt in seinem Leben.

Ein skrupelloser Mörder

Nach einer militärischen Schulung wurde Tass Scharfschütze. Das Ziel seines Lebens bestand nun im Töten. Er hatte keine Skrupel und kann sich nicht erinnern, wieviele Menschen er getötet hat. Die Partisanen nannten ihn „Jazzar“ – der Schlächter.

Der junge Kämpfer wurde von Jassir Arafat bemerkt, der ihn zu seinem Fahrer bestimmte. Eine Zeit lang war Tass eng mit dieser Ikone der palästinensischen Widerstandsbewegung verbunden. Dann erhielt er eine neue Aufgabe: die Schulung palästinensischer Jungen. Tass lehrte diese Jungen zu kämpfen, zu schießen und die Israeliten zu hassen. Wie er später bekannte, hat er zweifellos großen Schaden in den Seelen dieser Kinder angerichtet, indem er sie das Töten lehrte und sie zu Selbstmordanschlägen anstiftete.

Im Jahre 1970 besuchte Tass seine Eltern in Qatar, wo sein Vater seinen Pass einbehielt und es ihm so unmöglich machte, nach Jordanien zurückzukehren. Er befahl ihm, seine Schulausbildung zu beenden. Höchstwahrscheinlich hat sein Vater ihm damit das Leben gerettet, denn kurz darauf wurde die palästinensische Widerstandsbewegung schwer getroffen und Jassir Arafat aus Jordanien verbannt. Der Hass, mit dem Tass infiziert war, beherrschte ihn fast vollständig. Frustriert, weil ihm die Möglichkeit genommen worden war, gegen die Juden zu kämpfen, richtete er seinen Hass nun gegen die eigenen Lehrer. Er hatte keinerlei moralische Bedenken und versuchte sogar kaltblütig, seinen muslimischen Religionslehrer zu ermorden. Die Probleme, die er verursachte, bewogen seinen Vater schließlich dazu, ihn nach Amerika zu schicken.

Das Leben dort gefiel Tass. Durch eine Eheschließung erhielt er eine Aufenthaltsgenehmigung. Er beendete das Studium und arbeitete in einem Gastronomiebetrieb. Tass fing buchstäblich als Tellerwäscher an und arbeitete sich zum Manager eines exklusiven Restaurants empor. Doch weder seine Familie noch der berufliche Erfolg schafften es, ihn von seinem Hass auf die Juden zu heilen. Sogar in Amerika überlegte er, ob es nicht machbar wäre, Juden in den ihm unterstehenden Restaurants zu vergiften. Zu einer radikalen Umkehr kam es erst, als Tass einem von ihnen begegnete …

„Du musst einen gewissen Juden lieb gewinnen“

Während seines Aufenthaltes in den USA befreundete sich Tass mit Charlie Sharpe. Eines Tages kam bei einem Gespräch die Rede auf Religion und die Angst vor dem Tod. Charlie stellte fest, dass diese Angst auf fehlendem Glauben an Gott und dem unzureichenden Vertrauen zu Ihm beruht. Dann zeigte er mit dem Finger zum Himmel und sagte mit einem Lachen auf den Lippen, dass er dort „Bekannte“ hätte. Von da an wurde Tass sehr neugierig. Er wollte um jeden Preis wissen, von welchen „Bekanntschaften“ sein Freund gesprochen hatte. Aber erst nach drei Monaten konnte er seine Neugier stillen. Er bekam Worte zu hören, die ihn erschütterten: „Wenn auch Du solch einen Frieden erfahren möchtest wie ich, dann musst Du einen gewissen Juden lieb gewinnen.“ Für Tass, einen ehemaligen palästinensischen Kämpfer, war dies ein Ding der Unmöglichkeit.

Charlie meinte natürlich Jesus Christus. Er nahm die Bibel zur Hand, öffnete sie auf einer zufälligen Seite und begann zu lesen. Es war der Prolog des Johannesevangeliums: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ (Joh 1,1). Als er das Wort Gottes hörte, erblickte Tass plötzlich ein blendendes Licht, aus dem eine Stimme zu ihm sprach: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Erst später erfuhr Tass, dass dies Worte Jesu waren (vgl. Johannes 14,6). Dann erschienen bei dem Licht zwei zum Gebet gefaltete Hände. Auf der einen Hand war ein kleines eintätowiertes Kreuz. Tass erinnerte sich, dass er ein solches Zeichen auf der Hand seines Kindermädchens in Saudi-Arabien gesehen hatte. Sie stammte aus den Philippinen und war sehr gut zu ihm gewesen. Zweifellos hatte sie für seine Bekehrung gebetet. Während dieser Vision verstand Tass, dass Gott der Dreifaltige Gott ist, ein Gott voller Liebe, der Spender allen Lebens. Er begann, Gott um die Vergebung des Bösen zu bitten, das er getan hatte, als er all die Menschen tötete. Erst dann verspürte er solch einen Frieden, wie er ihn niemals vorher erfahren hatte.

Charlie, der dabei anwesend war, war vollkommen verblüfft, erkannte jedoch das Wirken der Gnade Gottes und schlug ein gemeinsames Gebet vor: „Jesus, ich bin ein Sünder und bereue meine Sünden. Ich bitte Dich, mir zu vergeben und meine Sünden mit Deinem kostbaren Blut abzuwaschen. Herr, ich kann mich nicht selbst erlösen. Ich kann mich nicht von meinen Sünden befreien, aber Du kannst es. Du bist der einzige Erlöser der Welt und ich möchte, dass Du auch mein Erlöser bist. Ich bitte Dich, mir zu vergeben und in mein Leben zu treten. Verwandle mich und gib mir ein neues Herz. Ich werde Dich immer lieben und Dir nachfolgen. Ich danke Dir, dass Du mein Gebet erhörst und meine Seele erlöst. Ich weiß, dass Du es getan hast, weil Du es versprochen hast. Von jetzt an gehöre Ich Dir und Du gehörst mir. Den Rest meines Lebens werde ich Deinem Dienst opfern.“

In dem Augenblick, als Tass sich Jesus weihte, veränderte sich sein Leben radikal.

Christus befreit von allen Sünden

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Matthäus 5,43-45). Die Begegnung mit Christus, der die lebendige Liebe Gottes zu den Menschen ist, konnte nicht ohne Wirkung bleiben. Als Tass am nächsten Morgen beten wollte, entströmte seinen Lippen ein spontanes Gebet, mit dem er Israel lobte. Zunächst entsetzte ihn dieses Verlangen danach, den Juden Gutes zu wünschen. Wie konnte nur er, ein Palästinenser, sich so verhalten? Verleumdete er nicht auf diese Weise sein Volk und dessen Werte? Diese Zweifel wurden jedoch durch die regelmäßige Schriftlesung, das Gebet und das nähere Kennenlernen Jesu zerstreut. Tass bekannte später: „Charlie Sharpe sagte mir, ich würde den inneren Frieden erlangen, wenn ich einen gewissen Juden lieb gewinne. Dieser Jude, Jesus Christus, entfernte aus meinem Innern den darin verwurzelten Hass auf die übrigen Juden. Diese Leute hörten auf, meine Feinde zu sein. Stattdessen wurden sie zu meinen Cousins durch Abraham. Ich bemerkte, dass je näher man Jesus Christus kommt, desto mehr wird man dazu fähig, sich untereinander zu versöhnen. Mein Herz wurde vom Hass gereinigt.“

Nicht nur die Einstellung zu seinen alten Feinden änderte sich in Tass‘ Leben. Die Tatsache, dass er sein Leben Jesus Christus übergeben hatte, veränderte auch seine Beziehung zu seiner Ehefrau Karen. Tass hatte sie nur geheiratet, um die Aufenthaltsgenehmigung in den USA zu erlangen, und hatte vor, sie zu verlassen. Karen fühlte sich benutzt und belogen, vor allem, als sie von den Plänen ihres Mannes bezüglich ihrer Ehe erfuhr. Er hatte sie auch mit anderen Frauen betrogen. Der Heilungsprozess verlief langsam, aber gründlich. Dank des Gebetes und der Authentizität seines Glaubens konnte Tass das Vertrauen seiner Frau wiedererlangen, die ihm schließlich alles verzieh, was er ihr angetan hatte.

Christus – die Hoffnung Ismaels

Nach seiner Bekehrung erkannte Tass, dass seine Berufung darin besteht, die Wahrheit über den auferstandenen Christus weiterzutragen. Er suchte Moscheen und Synagogen auf und erzählte dort seine Lebensgeschichte. Es stellte sich heraus, dass Tass dort nicht nur auf Feindschaft stieß, sondern auch auf viele „ehemalige“ Muslime, die ähnlich wie er zum Glauben an Christus gefunden hatten. Die Bekehrung seiner Kinder war für Tass eine große Freude. Sein Sohn Ben, ein Teenager, fand schon drei Monate, bevor sein Vater Christus begegnete, zum Glauben. Er versteckte dies jedoch, weil er eine extreme Reaktion seitens seines Vaters und andere schlimme Konsequenzen befürchtete. Gleichzeitig erwies er auf den Rat eines christlichen Geistlichen hin seinem Vater mehr Liebe als zuvor, indem er für diesen betete und den Rest Gott überließ. Die Tochter von Tass, Farah, kam ein Jahr nach ihrem Vater zum Glauben an Christus.

Eine Fahrt in den Nahen Osten wurde zu einem Wendepunkt im Leben von Tass. Er kehrte als Gründer der Organisation „Hoffnung für Ismael“ dorthin zurück. Die Organisation beruft sich auf die Tradition des erstgeborenen Sohnes Abrahams, der als Stammvater der Araber angesehen wird, und verfolgt das Ziel, die Versöhnung zwischen den verfeindeten Juden und Arabern zu fördern. So soll dem Hass, in dem immer neue Generationen der Palästinenser erzogen werden, und den Tass selbst einst unter den Jugendlichen Palästinas gesät hatte, Einhalt geboten werden.

Tass bezog gemeinsam mit seiner Frau eine Wohnung im Gazastreifen, wo er weiterhin evangelisierte. Es stellte sich heraus, dass in dieser Region, die den Statistiken zufolge fast zu 100% muslimisch ist, auch Christen wohnen, die sich wie Tass durch eine persönliche Begegnung mit Christus bekehrt haben. „Viele von Ihnen fanden zum Glauben an Christus durch eine ungewöhnliche Offenbarung im Schlaf. Ein 22-jähriger gehörte früher zur Hamas und hatte sich als Freiwilliger gemeldet, um ein Selbstmordattentäter zu werden. Eines Nachts erschien ihm jedoch Jesus im Schlaf. Dies erinnerte mich an die Worte Gottes, die an den Propheten Jesaja ergangen waren: »(…) ich wäre zu finden gewesen für die, die nicht nach mir suchten. Ich sagte zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief: Hier bin ich, hier bin ich«“ (Jesaja 65, 1).

Die politischen Führer, die die Menschheit dominieren wollten, reagierten auf solche Vorkommnisse natürlich mit Wut. Sie waren in der Lage dazu, alle Evangelisationswerke zu blockieren, den Empfang christlicher Programme zu verhindern, sie konnten die Ein- und Ausreise von Predigern beschränken, und sogar alle Bibelausgaben im Gazastreifen zerstören. Doch was konnten sie schon ausrichten, wenn Jesus jemandem im Schlaf in seinem eigenen Haus erschien und zu ihm sagte: »Steh auf und folge mir nach«? Gottes Botschaft über Liebe und Vergebung durchbricht die stärksten menschlichen Blockaden“, stellt Tass Saada fest.

Solch ungewöhnliche Bekehrungen begründet er folgendermaßen: „Eine große Anzahl von Moslems gelangt zum Glauben an Jesus durch Visionen, im Schlaf, oder durch andere übernatürliche Begebenheiten. Ich bin davon überzeugt, dass dies nicht deshalb so geschieht, weil wir besonders empfindsam sind, sondern weil wir so stur sind. Diejenigen, die sich bekehren, sobald sie die Frohe Botschaft vernommen haben, sind wohl am meisten gesegnet. Ihre Bekehrung kann auf Vernunft gegründet sein, denn sie akzeptieren die wichtigsten Fakten des Evangeliums von ihrem Verstand her und durchleben es nachher auch emotional in ihrem Herzen.“

Den Abtrünnigen töten

Eine der schwierigsten Sachen war für Tass das Verhältnis zu seiner palästinensischen Familie. Kurz nach seiner Bekehrung schrieb er einen langen Brief an seine Verwandten, in dem er ihnen seine Beweggründe auseinandersetzte. Als Antwort erhielt er einen ebenso langen Brief, dessen Inhalt man aber mit den Worten: „Du bist verrückt geworden! Wenn Du nicht sofort zum Islam zurückkehrst, töten wir Dich bei der erstbesten Gelegenheit“ zusammenfassen könnte. Es war sehr schwer und schmerzlich für Tass, sich von Ihm nahestehenden Personen nun trennen zu müssen. Trotz der Gefahr, die ihm drohte, wollte Tass sich mit seinem in die Jahre gekommenen Vater treffen. Er war sich dessen bewusst, dass er getötet werden konnte, deshalb bat er befreundete Christen um eifriges Gebet in seinen Anliegen. Auf dem Flughafen in Qatar erwarteten ihn schon seine Brüder. Als er die Pistole am Gürtel seines Bruders entdeckte, war sich Tass noch deutlicher der Gefahr bewusst, die ihm drohte: „Plötzlich wurde mir bewusst, dass die Anwesenheit von drei Männern bedeutet, dass es hier und jetzt zum Ehrenmord kommen würde. Sie sollten Zeugen sein, gemäß den Forderungen des islamischen Rechts, der Scharia. In wenigen Augenblicken wird mein Bruder mir die Pistole an den Kopf setzen und mir die übliche Frage stellen: »Wirst Du zum Islam zurückkommen?« Wenn ich verneine, wird er die Frage wiederholen. Wenn ich wieder verneine, wird die Frage zum dritten Mal wiederholt. Nach der dritten Absage wird er mich an Ort und Stelle erschießen, hier am Flughafeneingang.“ Es kam jedoch zum Treffen zwischen Tass und seinen Eltern, und zu einem Gespräch. Danach erklärte der Vater feierlich, dass er jeden verfluchen würde, der versuchte, seinem Sohn zu schaden. Dies war ein wahres Wunder.

Weil Tass davon überzeugt war, dass jeder Moslem die Wahrheit über Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt, hören sollte, wagte er sogar, Jassir Arafat zu evangelisieren, den er als Jugendlicher bewundert und vergöttert hatte, dessen Chauffeur er gewesen war und auf dessen Befehl hin er Juden getötet hatte.

„Vertrau auf den Herrn“

Die Geschichte von Tass Saada zeigt, dass nur Christus die Menschheit von der Sünde, die Unfrieden und Hass zwischen die Menschen sät, und ihren tragischen Konsequenzen heilen kann. „Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade“ (Spr 3,5-6). Diese Worte berührten Tass besonders, als er nach seiner Begegnung mit Christus in der Bibel las. Sie wurden zu seinem Lebensmotto: „Dies ist der Schlüssel zum wahren Leben: »Vertrau auf den Herrn«. Jedes Mal, wenn ich mich in einer kritischen Lage befinde, ist es, als ob ich die Stimme des Herren hören würde: »Vertraue Mir«. Die Lösung aller Konflikte, in die wir hineingezogen werden, ist nicht in unseren Fähigkeiten zu finden, sondern in unserem Vertrauen auf Gott. Auf diese Weise werden auch die krummen Wege gerade – in unseren Familien, Gemeinschaften, in der Gesellschaft und auf der ganzen Welt.“ Weshalb geschieht dies? Deswegen, weil „Jesus, der auf die Welt kam und Frieden und Versöhnung brachte, heutzutage genauso wirkt wie vor zweitausend Jahren. Er spricht zu Menschen mit offenen Herzen durch die Worte der Heiligen Schrift, wann immer es jemandem gelingt, eine Ausgabe der Bibel zu ergattern oder im Internet zu finden. Er kommt in Träumen und Visionen, insbesondere zu den Moslems. Er bietet den Menschen in allen Ländern und Kulturen sein Geschenk der Vergebung an. Er nimmt mit Freuden jeden Menschen auf, der zu Seiner Familie gehören möchte. Und wenn Er uns aufnimmt, erhalten wir das Privileg der Verkündigung der Frohen Botschaft an diejenigen Menschen, die darüber nachdenken, was es mit diesem Jesus eigentlich auf sich hat.“





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Veröffentlicht mit Zustimmung des "Liebt einander!" im Februar 2018.



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