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Ein Rezept für ewiges Leben
   

By ks. Mieczysław Piotrowski TChr,
Liebt einander! 1/2008 → Katholische Kirche



Bedeutet der Moment des Todes die völlige Auflösung der menschlichen Existenz oder den Übergang in eine neue, nie endende Dimension des Seins? Die Flucht vor einer persönlichen Antwort auf die Frage nach dem Sinn des unabwendbar auf mich zukommenden Lebensendes führt dazu, dass das Leben an Authentizität verliert und sich in Heuchelei hüllt.

Man muss sich auf das Geheimnis des Menschen hin öffnen, und sich auf die Suche nach der versteckten Gegenwart Jesu Christi begeben, weil er als Einziger eine wahre Antwort auf die Frage nach dem Sinn von Leiden und Sterben gibt.

 

Es gibt für den Menschen nichts Wichtigeres als seine Bestimmung 

„Man muss suchen“, schreibt Pascal. „Wenn ich dir sage, dass du dich auf die Suche begeben musst, dann tue ich dies nicht aufgrund des heiligen Eifers eines frommen Menschen (…). Ich sage, wir müssen uns auf die Suche begeben, nicht um einer geistigen Frömmigkeit willen oder gar der gewöhnlichen Neugier wegen, sondern für unseren eigenen persönlichen Nutzen. Die Gleichgültigkeit gegenüber folgender Sachlage verwundert und erschreckt mich zugleich: die Ewigkeit, die der Tod mit sich bringt, ist eine so bedeutende und erhabene Sache, uns dermaßen tief gehend und betreffend, dass man jeglicher Logik bar sein muss, wenn man diesen Problemen gegenüber gleichgültig bleibt. (…) Es gibt für den Menschen nichts Wichtigeres als seine Bestimmung; nichts ist beunruhigender als die Ewigkeit, die ihn erwartet. Ganz anders hingegen benimmt der Mensch sich anderen Dingen des Lebens gegenüber: er ängstigt sich, vertraut, beugt vor, informiert sich. Und eben dieser Mensch, der so viele Tage und Nächte in Wut und Verzweiflung wegen eines Misserfolgs in seinem Berufsleben verbringt, steuert gedankenlos auf den Tod zu, bei dem es doch um alles oder um nichts geht. Es ist für mich schrecklich mit anzusehen, mit welch großem Einfühlungsvermögen der einfache Mensch sich um kleine und vergängliche Dinge sorgt, aber das, was wirklich zählt und ewig währt, gleichgültig vernachlässigt.“
 

Für mich und meine Erlösung ist Gott Mensch geworden

Es handelt sich um eine beunruhigende Verdunkelung des Verstandes und des Herzens, wie es die Worte Jesu ausdrücken: „(…) die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse“ (Johannes 3, 19). Um die Menschen aus ihrer Lethargie wachzurütteln und sie zum Nachdenken über den Tod zu bewegen, verwendet Pascal schlussendlich folgendes Argument: „Wenn der Gläubige sich tatsächlich irren sollte und hinter der Schwelle des Todes nur Schweigen und Dunkelheit herrschen, so wird er es nie erfahren. Falls sich jedoch der Ungläubige irrt und es tatsächlich etwas gibt, so wird er bis in alle Ewigkeit die Konsequenzen seines Fehlers tragen müssen.“
   Die einzig richtige Einstellung des Menschen angesichts des Todes kann nur die Anlehnung an Jesus Christus sein. Dies kann somit ausschließlich in den „Dunkelheiten des Glaubens“ geschehen, die der hl. Johannes vom Kreuz beschreibt. Es gibt hier keine empirisch nachweisbaren Sicherheiten, deshalb muss man ganz einfach eine persönliche Entscheidung für oder gegen die Frohe Botschaft von unserer Erlösung treffen, die uns durch die Apostel überliefert worden ist. Denn eben für mich und meine Erlösung ist Gott Mensch geworden, an einem konkreten Ort und zu einer bestimmten Zeit. Er hat all meine Schuld sowie die Sünden aller Menschen auf sich genommen, in Jerusalem wurde er durch den römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tod am Kreuz verurteilt. Danach wurde er begraben. Am dritten Tag ist er von den Toten auferstanden, wie er es selber vorausgesagt hat, und erschien mehrmals den Aposteln und seinen Jüngern. In seinem Tod und seiner Auferstehung hat er den endgültigen Sieg über die Sünde und den Tod errungen und lädt mich und jeden Menschen ein, an diesem Sieg teilzuhaben. Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ (Johannes 11,25-26)
 

Der größte Schatz und Höhepunkt des Universums 

Um sich aus der hoffnungslosen und unsinnigen Sklaverei der Sünde zu befreien, bedarf es der Hoffnung wider alle Hoffnung, dass Gott mich bis zur Vollendung liebt (nach Johannes 13,1). Indem er wahrer Mensch wurde, hat er sich mit mir vereint und bleibt im Geheimnis der Eucharistie alle Tage bei mir bis zum Ende der Welt (nach Matthäus 28,20), um mich an seinem Leben nach der Auferstehung teilhaben zu lassen. Viele der Zuhörer nahmen Anstoß an dem, was Jesus über die Eucharistie sagte: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. (…) Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank“. (Johannes 51. 53-55)
Ich habe nur dann eine Chance, aus der höllischen Hoffnungslosigkeit der Sünde und des Todes herausgerissen zu werden, wenn ich mich in meiner ganzen Sündhaftigkeit in die Arme Jesu werfe, der mich im Beichtsakrament erwartet, und Ihn dann, nachdem ich meine Sünden bekannt habe, im Geschenk der Eucharistie in mein Herz aufnehme. Die Eucharistie ist nichts anderes als der in seiner verklärten Menschheit auferstandene Christus. Deshalb ist Er der größte Schatz und Höhepunkt des ganzen Universums.
 

Ich betrat die Kapelle als Atheist und verließ sie als Christ 

André Frossard, der bekannte französische Journalist und Schriftsteller, entdeckte die geheimnisvolle, reelle Gegenwart Gottes in der Eucharistie dank einer zufälligen Begegnung mit dem ausgestellten Allerheiligsten Sakrament in einer der Pariser Kirchen. Und so beschreibt er die Geschichte seiner Bekehrung in dem Buch Gott und menschliche Fragen:
„ Ich betrat die Kapelle als Atheist und verließ sie einige Minuten später als Christ. Ich wurde Zeuge meiner eigenen Bekehrung, mit einem Erstaunen, das immer noch andauert …
   Mein Vater wollte gerne, dass ich die Schule in der Nähe der Ulmstrasse besuche. Ich war damals zwanzig Jahre alt und machte mich auf den Weg dorthin, verwechselte aber die Straßenseiten und statt in die Höhere Schule für Lehrkräfte einzutreten, um dort den Freund abzuholen, mit dem ich zum Mittagessen verabredet war, betrat ich die Kirche der Schwestern von der ewigen Anbetung.
Das, was ich hier zu erzählen versuche, ist nicht die Geschichte einer intellektuellen Entdeckung. Es ist vielmehr der Bericht über ein physisches Erlebnis, ein geradezu laborartiges Erlebnis. Als ich die eiserne Tür des Klosters aufmachte, war ich Atheist. Der Atheismus hat viele Formen. Es gibt einen philosophischen Atheismus, der Gott in die Natur einverleibt und Ihm damit ein eigenes Sein abspricht. Alle Dinge sind somit von der menschlichen Intelligenz erfassbar: nichts ist Gott, aber alles ist göttlich. Dieser Atheismus führt zum Pantheismus unter der Gestalt einer Ideologie. Der wissenschaftliche Atheismus verwirft die Annahme von der Existenz Gottes als ungeeignet für Untersuchungen und versucht, die Existenz der Welt einzig und allein durch die Materie zu erklären, ohne zu hinterfragen, woher diese stammt. Der noch radikalere marxistische Atheismus negiert nicht nur Gott, sondern würde Ihn sogar dann nach Hause schicken, wenn Er existierte. Seine Existenz würde nämlich den freien Willen des Menschen stören. Es gibt auch noch eine Form des Atheismus, die besonders weit verbreitet ist: dabei handelt es sich um den idiotischen Atheismus. Dies war auch meine Form des Atheismus. Der idiotische Atheismus stellt keine Fragen. Er hält es für die natürlichste Sache der Welt, dass der Mensch sich auf einem Feuerball aufhält, der mit einer dünnen Schicht Schlamm bedeckt ist und sich mit Überschallgeschwindigkeit um die eigene Achse und die Sonne dreht – so eine Art Wasserstoffbombe, getragen durch Milliarden von Laternen (Sternen), mit einer rätselhaften Herkunft und unbekannten Bestimmung. Als ich durch die Tür der Kapelle trat, war ich solch ein Atheist und blieb es auch noch drinnen. Die Menschen in der Kapelle, die ich gegen das Licht sah, warfen nur Schatten, zwischen denen ich meinen Freund nicht erkennen konnte, und etwas, das an die Sonne erinnerte, strahlte aus der Tiefe des Raumes. Ich wusste nicht, dass es das Allerheiligste Sakrament war.
 

Eine neue Welt tauchte auf 

Ich hatte noch nie Liebeskummer erfahren, auch nicht Sorgen oder Neugierde. Die Religion war für mich eine alte Chimäre und die Christen eine verspätete Spezies auf dem Weg der geschichtlichen Evolution. Die Geschichte sprach für uns – für die Linken, und das Gottesproblem war durch Vereinbarungen schon seit zwei oder drei Jahrhunderten gelöst. In meinem Milieu erschien Religion so altmodisch, dass man sich nicht einmal mehr die Mühe gab, antiklerikal zu sein, außer wenn Wahlen anstanden. (…) Noch heute sehe ich den zwanzigjährigen Jungen, der ich damals war. Auch vergesse ich seine Verblüffung nicht, als aus der Tiefe dieser einfachen Kapelle eine neue Welt vor ihm auftauchte, eine Welt – von einem nicht zu ertragenden Glanz, von einer ungeheuren Schlüssigkeit, deren Licht Gottes Gegenwart offenbarte und zugleich verbarg, desselben Gottes, von dem er einen Augenblick zuvor geschworen hätte, dass Er nur in der menschlichen Phantasie existiert. Gleichzeitig wurde er von einer Welle von Wonne, gemischt mit Freude, umfasst – mit einer Kraft, die es vermag, menschliche Herzen zu zerknirschen und deren Erinnerung niemals vergeht, selbst in den schlimmsten Augenblicken des Lebens nicht, die oftmals von Angst und Unglück durchtränkt sind. Von da an stellt sich für ihn keine andere Aufgabe mehr als die, von dieser Wonne und niederschmetternden Reinheit Gottes Zeugnis zu geben, welcher ihm an jenem Tage kontrastreich zeigte, aus welchem Schlamm er erschaffen ward (…). Bei diesem Licht, welches ich nicht mit dem äußeren Auge schaute, handelte es sich nicht um jenes, das uns erhellt oder bräunt. Es war ein geistiges Licht, d.h. ein belehrendes Licht – wie die Glut der Wahrheit. Es veränderte definitiv die Ordnung der Dinge. Von dem Augenblick an, als ich es sah, existierte für mich nur noch Gott und alles andere wurde zur Hypothese (…).
Was meinen freien Willen angeht, so kann ich sagen, dass ich ihn tatsächlich erst nach meiner Bekehrung benutzte, als ich verstand, dass nur Gott in der Lage ist, uns aus allen Zwängen zu befreien, denen wir unvermeidlich ohne Ihn verfallen.
Ich möchte es nochmals betonen – dies war eine objektive Erfahrung, fast aus dem Bereich der Physik, und ich besitze nichts Wertvolleres, als das, was ich dadurch vermitteln will: jenseits der Welt, die uns umgibt und deren Bruchteil wir darstellen, gibt es eine andere Realität, unendlich konkreter als die, auf die wir gewöhnlich vertrauen. Es ist eine endgültige Realität, die keiner Fragen mehr bedarf.“
Viele Jahre später, schon als berühmter Schriftsteller und Journalist, sagte André Frossard: „Was kann ich dafür, dass das Christentum wahr ist? Oder dafür, dass die Wahrheit existiert und dass diese Wahrheit eine Person ist?“
Das Christentum ist weder eine Sache noch eine Idee – es ist die Person Jesu Christi, der durch seine Auferstehung den Tod bezwang und durch die Sakramente der Beichte und Eucharistie bei uns gegenwärtig ist, um uns zum ewigen Leben im Himmel zu führen. Jeder Mensch kann Seine göttliche Liebe und das ewige Leben ganz umsonst erlangen. Er muss nur eine Bedingung erfüllen: in den Dunkelheiten des Glaubens vollkommen auf Jesus bauen und Ihm sein ganzes Leben anvertrauen. Dies ist das einzige Rezept für vollkommenes Glück und ewiges Leben im Himmel.
 
 
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Published - November 2010


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