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Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.                Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.                Du sollst den Feiertag heiligen.                Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.                Du sollst nicht töten.                Du sollst nicht ehebrechen.                Du sollst nicht stehlen.                Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.                Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.                Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.               
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Gott wartet im Beichtstuhl
   

Autor: Zeugnis,
Liebt einander! 2/2018 → Zeugnisse



„Der Kampf um meine Seele dauerte noch einige Jahre an, ehe der glückliche Tag kam, an dem ich mit inniger Reue, mit Herzensschmerz und Tränen am Gitter des Beichtstuhls meine Beichte ablegte. […] Es gibt keine Worte, die die Freude beschreiben könnten, die ich dabei spürte.

Gott wartet im Beichtstuhl

Das Bild von Menschen, die keine Notwendigkeit mehr sehen zu beichten, ist eine Warnung für uns, dass auch wir uns zu einer solchen Herzensverhärtung und einer solchen Verdunkelung des Verstandes bringen können…“ Die Homilie, aus der ich den obigen Abschnitt entnommen habe, hat mich dazu gedrängt, meine Lebenserfahrung in diesem Bereich mit Euch zu teilen.

Ich wuchs in einer katholischen Familie auf und ging an den ersten Freitagen im Monat zur Beichte, bis ich die Mittelschule beendete. In den ersten Jahren meines Berufslebens erlag ich sehr schnell den Einflüssen der Welt. Der Herrgott wurde für mich unbequem, und manchmal auch überflüssig.

Möge Gott allen Menschen helfen, diese frohe Wahrheit zu erkennen, dass Er nicht nur der Vater der Treuen ist, sondern vor allem derjenigen, die sich verloren haben

Einige Jahre beichtete ich noch aus Routine einmal im Jahr, dann verwarf ich leichten Herzens diese „lästige Praxis“ und stellte mit Erstaunen fest, dass nichts Besonderes geschah. Ich fürchtete, Gott würde mich vielleicht bestrafen, stattdessen ging es mir immer besser. In der Arbeit hatte ich immer größere Erfolge, in meiner Umgebung erlangte ich immer mehr Bedeutung. Viele Funktionen wurden mir anvertraut, ich war am Höhepunkt des Ruhms angekommen. Auch in materieller Hinsicht erreichte ich viel – es fehlte mir nicht an Geld; mühelos erhielt ich die Wohnung, von der ich geträumt hatte, und richtete mich bequem darin ein. Alle meine Wünsche erfüllten sich. So hatte ich mir das Glück vorgestellt…

Das Sakrament der Buße stärkt mich, es gibt mir einen Vorrat an neuer Kraft, es bringt mir Frieden, beruhigt meine Lebensstürme, heilt meine Seele. Es macht mein Leben froh und schön – alles kehrt an seinen Platz zurück

Doch stattdessen musste ich mit Entsetzen feststellen, dass das Leben keinen Sinn mehr für mich hatte. In einem bestimmten Moment kam mir der Gedanke, mit mir Schluss zu machen… Doch es fehlte mir der Mut dazu. Mein Leben wurde zu einem Alptraum… Trauer und Sinnlosigkeit waren darin, schließlich Verzweiflung… Dunkelheit, von nirgendwoher kam ein Lichtlein, Leere… Ich werde nie den Tag vergessen, an dem ich in diesem Seelenzustand auf meinem schönen Teppich kniete und über mich selbst weinte. Ich war machtlos und ratlos… In einem gewissen Moment, als ich schon am Ende meiner Kräfte war, schrie ich: „Lieber Gott, nimm mich zu Dir!“ Ich wollte sterben und all das vergessen… Aus der Perspektive von über einem Jahrzehnt später sehe ich, dass dies ein Gebet war. Eine große Öffnung meines Herzens, gleichsam ein Rufen: „Lieber Gott, hier bin ich, mach mit mir, was Du willst!“ Und ich wurde erhört. Der liebe Gott nahm mich mit – zwar nicht zu sich, aber mit sich, auf einen neuen Weg auf Seinen Spuren.

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Veröffentlicht mit Zustimmung des "Liebt einander!" im November 2020.



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